EnnskraftPROJEKTE

Wir, die Ennskraft, verfolgen einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, sowie den Schutz lokaler Tier- und Pflanzenwelten. Daraus resultierende Projekte und Initiativen werden in Abstimmung mit geltenden rechtlichen Umweltrichtlinien und auf Basis wissenschaftlicher Studienergebnisse renommierter Institute evaluiert und umgesetzt.



THERMISCHE SANIERUNG DER ENNSKRAFT-ZENTRALE

Durch die thermische Sanierung der Gebäude der Zentrale der Ennskraft in Steyr wird der jährliche Heiz- und Kühlenergiebedarf signifikant gesenkt bzw. die energetische Effizienz des Verwaltungsgebäudes erheblich gesteigert. Die vollflächige Wärmedämmung der Gebäudeaußenflächen im Ausmaß von ca.  3.600 m² und der Austausch von 311 Fenster, ergänzt mit elektrisch gesteuerter Raffstore, ergibt zukünftig eine jährliche Einsparung von ca. 195 Tonnen CO2 und damit einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Zusätzlich wird durch die thermische Sanierung eine jahresdurchgängige Verbesserung des Raumklimas und der Belichtungsverhältnisse für die Büroräumlichkeiten erreicht. Dies bedeutet eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter:innen und ermöglicht eine weitere langfristige Nutzungsphase der teilweise mehr als  70 Jahren alten Bestandsgebäude der Zentrale der Ennskraft.

Die Bauarbeiten zur thermischen Sanierung wurden mit März 2025 begonnen und können voraussichtlich mit November 2025 abgeschlossen werden. Die Projektkosten betragen ca. 1,8 Mio.€. Dazu gibt es Förderzusagen des Bundes durch Kofinanzierung seitens der Europäischen Union.


ORGANISMENWANDERHILFE BEIM KW-WEYER 

Um den Zielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie und NGP 2021 (Nationale Gewässerbewirtschaftungsplan) im Hinblick auf die Durchgängigkeit von Fließgewässern gerecht zu werden, wurde Ende Juni 2025 mit den Bauarbeiten für die Errichtung einer Organismenwanderhilfe (Fischaufstiegshilfe) beim Kraftwerk Weyer begonnen. 

Anlagenbeschreibung:

Die Maßnahme an der Kraftwerksanlage Weyer umfasst den Neubau einer Organismenwanderhilfe an der orographisch linken Seite der Enns als enature® Fishpass mit 118 Pools/Slots, davon 10 Ruhepools. 

Der Einstieg in den enature® Fishpass erfolgt am unteren Ende der KW-Bucht im Bereich der signifikanten Anströmung des Ufers aus dem Pfeilerkraftwerk. Der oberwasserseitige Ausstieg erfolgt direkt in den Stauraum der Enns.

Technische Daten: 

Die Länge des enature® Fishpass beträgt rd. 490 m. 

Die einzelne Poolgröße beträgt im Durchschnitt ca. 3,0 x 2,0 m. 

Die Pooltiefe (Wassertiefe) beträgt 1,00 bis 1,15 m mit einem durchschnittlichen Gefälle von 15 cm von einem Pool zum nächsten Pool. Die Dotationswassermenge beträgt rund 0,3 m3/s. 

Mit diesem Umgehungsgeringe können in Zukunft Wasserorganismen den Höhenunterschied von 17,70 m zwischen Ober- und Unterwasser beim Kraftwerk Weyer problemlos überwinden.

Bauzeit: 

Die Inbetriebnahme des neuen Fischaufstiegs für das Kraftwerk Weyer, der für den 100 cm langen Huchen ausgelegt ist, ist für August 2026 geplant.



Organismenwanderhilfe KW-Schönau

Um den Zielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Hinblick auf die Durchgängigkeit von Fließgewässern gerecht zu werden, wurden mit Anfang des Jahres 2024 die Bauarbeiten für die Organismenwanderhilfe beim Kraftwerk Schönau gestartet. Die Maßnahmen an der Kraftwerksanlage umfassen den Neubau einer Organismenwanderhilfe an der orographisch rechten Seite der Enns in Vertical-Slot-Bauweise in Kombination mit Abschnitten, die als technisches Gerinne ausgeführt sind.

Aktuell wird das Einstiegsbauwerk, das sich unmittelbar im Anschluss an die unterwasserseitige Ufermauer befindet, und die Querung im Bereich der rechten Landeinbindung fertiggestellt. Das Ausstiegsbauwerk befindet sich ca. 105 m flussauf der Kraftwerksanlage und ist so konzipiert, dass die Funktionsfähigkeit der Organismenwanderhilfe bei Schwellbetrieb zwischen Kote 400,50 m ü. A. und 399,50 m ü. A. gegeben ist. Mit diesem Umgehungsgeringe können in Zukunft Wasserorganismen den Höhenunterschied von 12,1 m problemlos überwinden. Die Inbetriebnahme des neuen Fischaufstiegs, der für den 100 cm Huchen ausgelegt ist, ist für Dezember 2024 geplant.


Erneuerungsprojekt KW-Losenstein

Das im Jahr 1962 in Betrieb genommene KW-Losenstein wird derzeit erneuert. Das Erneuerungsprojekt umfasst beide Generatoren samt Erregungseinrichtungen. Ebenso werden die hydraulischen Turbinenregler und sämtliche Steuer- und Schutzeinrichtungen erneuert. Die Nennleistung eines neuen Generators beträgt zukünftig 22 MVA (alt 20 MVA).

Die Erneuerung des Generators 1 ist derzeit im Gange und soll bis Mitte März 2024 abgeschlossen werden. Die Erneuerung des Generators 2 startet im Oktober 2024 und wird voraussichtlich Mitte März 2025 beendet werden.


Strukturverbessernde Maßnahmen im Stauraum Thurnsdorf

Während der Sommermonate 2022 werden im Stauraum Thurnsdorf bauliche Maßnahmen in den Uferbereichen zur Verbesserung der gewässerökologischen Strukturen umgesetzt. Diese dienen in Kombination mit den bereits fertiggestellten Organismenwanderhilfen und des bereits 2016 angelegten Kieslaichplatzes auf oberösterreichischer Seite flussab des Kraftwerk Mühlrading der Erreichung der durch den „Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan“ vorgegebenen Ziele. Die zeitgleiche Umsetzung mit der Stausenkung im Stauraum Thurnsdorf, die plangemäß bis etwa Mitte September 2022 andauert, ermöglicht eine gewässerschonende und effiziente Umsetzung der Baumaßnahmen.

Auf oberösterreichischer Seite umfassen die Maßnahmen die Schaffung von reich strukturierten Uferzonen mit flach überströmten Sand- und Kiesbänken sowie geschützten Buchten mit Totholzstrukturen. Auf niederösterreichischer Seite wird das Leitwerk Gaißing (vorhandenes Strukturierungselement zur Strömungslenkung im Bereich der Kläranlage der Gemeinde Ernsthofen) ökologisch umgestaltet und somit ein buchtenartiger Nebenarm mit strömungsberuhigten Bereichen geschaffen. Zusätzlich erfolgt hier die Neugestaltung des in diesem Bereich flussab anschließenden, verlandeten Altarms und der Klingerlacke sowie die Adaptierung des Nebenarms der Weindlau ergänzt durch Anlage weiterer flacher Kiesbänke.